Hölzer, die so hart und dicht sind, dass man kaum einen Nagel hineinschlagen kann und die nicht im Wasser schwimmen, werden im Volksmund „Eisenholz“ genannt. Mehrere Hölzer konkurrieren um den Titel des härtesten Holzes der Welt. Während einige Quellen behaupten, der dunkle Bongossi-Baum sei das härteste Holz der Welt, geben andere Quellen diesen Titel dem Guajakbaum.

Bongossi - tropischer Laubbaum

Bongossi ist im englischsprachigen Raum als „Red Ironwood“ bekannt. Es ist ein Tropenholz mit extrem hoher Dichte. Die Dichte erreicht Rekordwerte von 1,10 bis 1,20 g/cm³. Zum Vergleich: Eiche , das härteste einheimische Holz, hat eine Dichte von 0,67 bis 0,70 g/cm³. Bongossi ist ein Laubbaum, der in den tropischen Regenwäldern Afrikas wächst. Das Hartholz hat eine dunkle, rotbraune Farbe und ist äußerst witterungsbeständig. Aufgrund seiner hohen Dichte schwimmt das Holz nicht. Im Wasser sinkt es wie ein Stein. Das Einschlagen eines Nagels ist nur mit einer Bohrung möglich. Wie bei Teakholz wirkt der hohe Ölgehalt des Holzes als natürlicher Schutzmechanismus.

Guajakbaum Pockwood

Pockholz des Guajakbaums hat eine Dichte von etwa 1,2 g/cm³ und ist damit zusammen mit dem Bongossibaum das härteste Holz der Welt. Dieser immergrüne Baum wächst in den subtropischen und tropischen Regionen des amerikanischen Kontinents und ist besonders im Amazonasgebiet verbreitet. Das Holz ist sehr harzhaltig und wurde aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse bereits vor Jahrhunderten im Schiffsbau verwendet. Eine Besonderheit ist die selbstschmierende Wirkung dieser Holzart. Sogar Lager und Achsen lassen sich aus tropischem Hartholz herstellen. Da der Guajakbaum durch jahrhundertelange Dezimierung seines Bestandes bedroht ist, unterliegt der internationale Handel mit Hartholz einer Genehmigungspflicht.

Ipe-Holz vom Lapacho-Baum

Ipe ist die Bezeichnung für eine Holzart, die aus verschiedenen Lapacho-Arten gewonnen wird. Mit einer durchschnittlichen Dichte von 1,2 g/cm³ konkurriert Ipe mit den beiden zuvor genannten Holzarten um den Titel „Härtestes Holz der Welt“. Lapacho-Bäume sind in Mittel- und Südamerika verbreitet. Die innere Rinde wird zur Teeproduktion verwendet. Diese Tradition geht auf die Inka zurück. Ipe-Holz hat ähnliche Eigenschaften wie Teakholz hinsichtlich Splittergefahr und Dimensionsstabilität. Die Farbe des Holzes variiert von Braun bis Olivgrün. Aufgrund der intensiven Forstwirtschaft in Lateinamerika und dem damit verbundenen Rückgang der Baumbestände haben einige süd- und mittelamerikanische Staaten Lapacho-Bäume unter Schutz gestellt. Es gibt jedoch kein internationales Abkommen, das den Handel mit Ipe-Holz regelt.